Hydroxylaminhydrochlorid wird durch Kaliumhydroxid zersetzt. Es bildet sich Hydroxylamin, Chlorwasserstoff, Kaliumchlorid und Wasser. Das Tetrakis(dimethylamino)ethylen wird mitgerissen und reagiert mit der Luft (Sauerstoff) und zeigt eine Chemolumineszenz.
Verwendete Chemikalien
Chemikalie | |
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Achtung |
60 g Hydroxylaminhydrochlorid, ClH4NO – 69.49 g/mol Hydroxylammoniumchlorid |
Gefahr |
60 g Kaliumhydroxid (Plätzchen), KOH – 56.11 g/mol Ätzkali, Kalihydrat, Kaliumoxidhydrat |
Gefahr |
4 mL Tetrakis(dimethylamino)ethylen, C10H24N4 – 200.32 g/mol N1,N1,N2,N2,N′1,N′1,N′2,N′2-Octamethylethen-1,1,2,2-tetramin (IUPAC), Octamethylentetramin, N,N′,N′′′-Tetramethylethylendiylidentetraamin, TDAE |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau
600-ml-Becherglas, 2 × Spatel, Waage, 10-ml-Messzylinder, Glasstab
Versuchsdurchführung
In dem trockenen 600-ml-Becherglas werden jeweils 60 g Hydroxylaminhydrochlorid und Kaliumhydroxid innig miteinander vermengt. Nun werden, in einem gut ziehenden Abzug, 4 mL Tetrakis(dimethylamino)ethylen zugesetzt. Nach kurzer Zeit setzt die stark exotherme Reaktion ein.
Reaktionsgleichung
Umsetzung von Hydroxylaminhydrochlorid bei Anwesenheit von Kaliumhydroxid, zu Hydroxylamin und Chlorwasserstoff:
Sollte das Kaliumhydroxid direkt bei der Reaktion beteiligt sein, wäre dies eine mögliche Gleichung. Es bildet sich Hydroxylamin, Kaliumchlorid und Wasser:
H3N+—OH Cl− + KOH → H2N—OH + KCl + H2O
Durch die stark exotherme Reaktion ist eine Reaktion des gebildeten Hydroxylamins sehr wahrscheinlich. Es entstehen Ammoniak, Stickstoff und Wasser:
3 H2N—OH → NH3↑ + N2↑ + 3 H2O↑
Medien
Quellenangaben
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