Kupfer und Ammoniak bilden bei Anwesenheit von Sauerstoff einen sog. Tetraamminkupfer(II)-Komplex. Ist der Sauerstoff verbraucht, entsteht der farblose Tetraamminkupfer(I)-Komplex.
Verwendete Chemikalien
Chemikalie | |
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Gefahr |
1 Spatelspitze Kupfer (fein gepulvert), Cu – 63.55 g/mol CAS-Nr.: 7440-50-8 – EG-Nr.: 231-159-6 |
Gefahr |
5 mL Ammoniaklösung 25 %, NH4OH – 35.05 g/mol Ammoniumhydroxid (IUPAC), Ammoniakwasser, Salmiakgeist |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau
Reagenzglas, Gummistopfen, Spatel, Messzylinder, Porzellanschale
Versuchsdurchführung
In ein Reagenzglas wird eine Spatelspitze gepulvertes Kupfer gegeben. Anschließend werden noch 5 mL Ammoniaklösung 25 % zugegeben und so viel dest. Wasser, dass das Reagenzglas zu ¾ gefüllt ist. Jetzt wird das Reagenzglas mit einem Gummistopfen verschlossen und kräftig geschüttelt. Die Lösung färbt sich blau, was nach Absitzen des Kupferpulvers gut zu erkennen ist. Es wird nun weitergeschüttelt, bis sich die Lösung entfärbt hat. Der Gummistopfen wird entfernt und die farblose Lösung aus einiger Höhe in eine Porzellanschale gegossen. Die Lösung ist nun wieder blau.
Reaktionsgleichung
2 Cu(s) + 8 NH3(aq) + 2 H2O + O2(aq) → 2 [Cu(NH3)4](OH)2(aq)
Cu(s) + Cu2+(aq) → 2 Cu+(aq)
Auch Kupfer(I)-Kationen bilden mit Ammoniak einen Tetraammin-Komplex, dieser ist aber farblos. Der Tetraamminkupfer(I)-Komplex ist äußerst unbeständig und bei Berührung mit Sauerstoff bildet sich wieder der Tetraamminkupfer(II)-Komplex (blau).
Quellenangaben
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