Bei diesem Versuch wird Magnesium mit Iod vermengt und mit ein paar Tropfen Wasser benetzt. Es erfolgt eine exotherme Reaktion, bei der eine violette Flamme sichtbar ist.

 

Verwendete Chemikalien

Chemikalie

GHS02 – Flamme

Gefahr

2 g Magnesium (Pulver < 0.1 mm), Mg – 24.31 g/mol

CAS-Nr.: 7439-95-4 – EG-Nr.: 231-104-6
Pyr. Sol. 1, Water-react. 1, WGK 3
H250 Entzündet sich in Berührung mit Luft von selbst. H260 In Berührung mit Wasser entstehen entzündbare Gase, die sich spontan entzünden können. P210 Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen. P222 Keinen Kontakt mit Luft zulassen. P231+P232 Inhalt unter inertem Gas handhaben und aufbewahren. Vor Feuchtigkeit schützen. P233 Behälter dicht verschlossen halten. P370+P378 Bei Brand: Löschpulver oder Trockensand zum Löschen verwenden. Sigma-Aldrich, GF83190663, SDB vom 30.10.2023

GHS08 – Gesundheitsgefahr

GHS07 – Ausrufezeichen

GHS09 – Umwelt

Gefahr

12 g Iod, I2 – 253.81 g/mol

Jod
CAS-Nr.: 7553-56-2 – EG-Nr.: 231-442-4
Acute Tox. 4 (oral, dermal, inhalativ), Skin Irrit. 2, Eye Irrit. 2, STOT SE 3 (Atmungssystem), STOT RE 1 (Schilddrüse), Aquatic Acute 1, WGK 2
H302+H312+H332 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken, Hautkontakt oder Einatmen. H315 Verursacht Hautreizungen. H319 Verursacht schwere Augenreizung. H335 Kann die Atemwege reizen. H372 Schädigt die Organe (Schilddrüse) bei längerer oder wiederholter Exposition durch Verschlucken. H400 Sehr giftig für Wasserorganismen. P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P301+P312 BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P302+P352+P312 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P304+P340+P312 BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. P314 Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen. Sigma-Aldrich, 207772, SDB vom 02.03.2024

 

Verwendete Geräte, Versuchsaufbau

Waage, feuerfeste Unterlage, 100-ml-Becherglas, Glasstab, Einwegpipette, Spatel, Abzug, Mörser mit Pistill

 

Versuchsdurchführung

Wegen der auftretenden Ioddämpfe sollte das Experiment nur im Freien oder in einem Abzug durchgeführt werden! Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen!

In einem Mörser werden 12 g Iod zu einem möglichst feinen Pulver zerrieben. Das Iodpulver wird in ein 100-ml-Becherglas überführt und innig mit 2 g Magnesiumpulver vermengt. Das Gemisch wird auf einer feuerfesten Unterlage zu einem Kegel geformt. Mit einer Einwegpipette gibt man 2–3 Tropfen Wasser auf die Kegelspitze. Augenblicklich entsteht violetter Rauch und nur wenige Sekunden später verbrennt die Mischung mit violetter Flamme.

 

Reaktionsgleichung

Mg + I2 → MgI2

Spuren von Wasser initiieren die Reaktion des fein verteilten Magnesiums mit dem festen Iod. Die freigesetzte Energie am Anfang der Reaktion ist groß genug, um das gesamte Gemisch zum Magnesiumiodid umzusetzen und überschüssiges Iod zu sublimieren. Die Spaltung der Iodmoleküle in einzelne Iodatome wird, durch die relativ niedrige Dissoziationsenthalpie von ΔH° = +151 kJ/mol, begünstigt. Die Iodatome setzen sich mit den Magnesiumatomen zu Magnesiumiodid (MgI2) um.

 

Quellenangaben

[1]
F. Bukatsch, O. Krätz, G. Probeck und R. Schwankner. Metalle und Iod-Pulver. In: So interessant ist Chemie, 2. Auflage, Aulis-Verlag Deubner: Köln, 1997, 87.
[2]
H. W. Roesky und K. Möckel. Aluminium-Iod-Reaktion. In: Chemische Kabinettstücke, VCH Verlagsgesellschaft mbH: Weinheim, 1994, 31–32.

 

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