Aus Strontiumcarbonat, Bariumbromat und Schwefelsäure wird Strontiumbromat hergestellt.
Verwendete Chemikalien
Chemikalie | |
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Gefahr |
143.44 g Bariumbromat, Ba(BrO3)2 – 393.16 g/mol CAS-Nr.: 13967-90-3 – EG-Nr.: 237-750-5 |
Achtung |
394.00 g Schwefelsäure 10 %, H2SO4 – 98.08 g/mol Schwefel(VI)-säure, Dihydrogensulfat, Monothionsäure, E 513, Vitriolöl (veraltet) |
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56.00 g Strontiumcarbonat, SrCO3 – 147.63 g/mol Strontianit |
Produkte
Chemikalie | |
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Bariumsulfat, BaSO4 – 233.39 g/mol Barytweiß |
Gefahr |
Strontiumbromat, Sr(BrO3)2 – 343.42 g/mol CAS-Nr.: 14519-18-7 – EG-Nr.: 238-531-7 |
Verwendete Geräte, Versuchsaufbau
Erlenmeyerkolben, Bechergläser, Magnetheizrührer, Tropftrichter, Filtrationszubehör, Uhrglas, Stativ, Muffen, Klammern
Versuchsdurchführung
394 g einer eiskalten 10%igen Schwefelsäure wird zu 30 g Eis gegeben. Unter Rühren und Eiskühlung von außen wird langsam in kleinen Portionen insgesamt 143.44 g Bariumbromat zugegeben [3], so dass die Temperatur unter 10 °C bleibt. Man deckt das Gefäß mit einem Uhrglas ab und rührt 8 Stunden unter Eiskühlung. Die so hergestellte Bromsäure ist etwa 19%ig und enthält einen kleinen Überschuss Schwefelsäure. Der klare, ggf. leicht gelbliche Überstand, wird vom Bariumsulfat abdekantiert und langsam unter Rühren zu einer eiskalten Suspension von
56 g Strontiumcarbonat in 120 mL Wasser getropft. Die Temperatur sollte unter 10 °C bleiben. Der feuchte, bromsäurehaltige Bariumsulfat-Niederschlag wird danach ebenfalls in kleinen Portionen zu der gerührten Suspension gegeben. Nach weiteren 10 Minuten erhitzt man die gerührte Mischung kurz bis zum Sieden, um alles Kohlenstoffdioxid auszutreiben, lässt abkühlen, filtriert und wäscht den Filterkuchen mit einigen 100 mL Wasser. Das Filtrat wird eingedampft bis erste Kristalle erscheinen, dann noch mit etwas Wasser aufgefüllt, bei Trübungen (Strontiumsulfat) filtriert, und abkühlen gelassen. Das kristallisierte Strontiumbromat saugt man trocken und trocknet es an der Luft. Die restliche Lösung wird auf dieselbe Weise noch drei Mal eingedampft. Es verbleiben etwa 40 mL, die bis zur Trockne bei niedriger Temperatur eingedampft werden.
Ausbeute: 245 g Sr(BrO3)2 · H2O (88 % d. Th.) als weiße bis transparente Kristalle.
Das Produkt aus der eingedampften Restlösung wog 11.5 g (zusätzlich 4 %). Um die Abwesenheit von Barium zu testen, kann man 5 g des Produkts in 100 mL Wasser lösen und mit 5 mL einer 5%igen Lösung von Kaliumchromat versetzen. Innerhalb einer Stunde darf sich keine Trübung bilden [4].
Reaktionsgleichung
Aus Bariumbromat und Schwefelsäure bildet sich Bromsäure, wobei Bariumsulfat ausfällt:
Ba(BrO3)2(aq) + H2SO4(aq) → 2 HBrO3(aq) + BaSO4↓
Durch einen kleinen Überschuss an Schwefelsäure wird gewährleistet, dass keine Barium-Ionen in der Lösung bleiben. Die gebildete Bromsäure reagiert mit Strontiumcarbonat zu Strontiumbromat:
2 HBrO3(aq) + SrCO3(s) → Sr(BrO3)2(aq) + H2O + CO2↑
Der Überschuss an Strontiumcarbonat neutralisiert die noch verbleibende Schwefelsäure:
SrCO3(s) + H2SO4(aq) → SrSO4↓ + H2O + CO2↑
Dies stellt sicher, dass keine freie Bromsäure beim Eindampfen mehr vorhanden ist. Da Strontiumsulfat geringfügig wasserlöslich ist, bleiben einige dutzend Milligramm in der Strontiumbromat-Lösung zurück und das Sulfat fällt beim Eindampfen aus (Trübung). Die Ausbeute ist nicht quantitativ, da ein Teil des Strontiumbromats vermutlich im feuchten Filterkuchen zurückblieb und nicht völlig ausgewaschen werden konnte. Außerdem wurde eine geringe Menge des Bariumbromats wahrscheinlich von der Schwefelsäure nicht umgesetzt.
Medien
Quellenangaben
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